Logik trifft Logistik

8 Mannschaften – bestehend aus 4 Eisenbahnern und je einem Schach-Großmeister und 3 Nachwuchstalenten – aus 8 Ländern spielen in 2 Tagen um den Titel

Logik trifft Logistik

Die Teamkapitäne

6 Großmeister, eine Großmeisterin, ein Internationaler Meister und ein ehemaliger Weltmeister kämpfen mit ihrem Team um den Titel

Die Teamkapitäne

Der Kaiserbahnhof Potsdam

Die stilvolle Location: Der Kaiserbahnhof in Potsdam

Der Kaiserbahnhof Potsdam

Die Gleishalle

Die prächtige Gleishalle im Kaiserbahnhof ist gleichzeitig der Turniersaal

Die Gleishalle

Friederisiko

Die Ausstellung „Friederisiko“ in Potsdam zeigt Friedrich den Großen so, wie man ihn bisher noch nicht kannte (© SPSG)

Friederisiko

Ausstellung: »Emanuel Lasker: Denker Weltenbürger Schachweltmeister«

Die Emanuel Lasker Gesellschaft präsentiert erstmals den Grundbaustein ihrer neuen Wander-Ausstellung über den Schachweltmeister Emanuel Lasker.

Ausstellung: »Emanuel Lasker: Denker Weltenbürger Schachweltmeister«

Séance: „Philidor in Potsdam“

Ein Schachgenie wird wieder auferstehen: Blindsimultan an 3 Brettern mit Schachgroßmeister Stefan Kindermann in der Rolle des Philidor

Séance: „Philidor in Potsdam“

Dinnerspeech


Paul Werner Wagner, Gründer und Vorsitzender der Emanuel Lasker Gesellschaft, stellt im Dinnerspeech in launiger Art den weltberühmten Schachmeister in den Facetten seiner einzigartigen Persönlichkeit vor.


Der geniale Schachmeister EMANUEL LASKER erblickte am 24.12.1868 in Berlinchen (Barlinek) das Licht der Welt. Sein um sechs Jahre älterer Bruder Berthold, der mit der Dichterin Else Lasker-Schüler verheiratet war, brachte dem elfjährigen Emanuel das Schachspiel bei. Weil Berthold sein Medizinstudium in Berlin mit Schach und Skat finanzierte, nahm den bei ihm wohnenden kleinen Bruder zu den Spielorten mit. Emanuel war ein Schachtalent.

 

Emanuel Lasker studierte in Berlin Philosophie und Mathematik. Aber Schach wurde ihm immer wichtiger. Nach 1892 steigt er kometenhaft zur Weltspitze auf. In London und New York gewinnt er Turniere und Wettkämpfe und darf 1894 Weltmeister Steinitz herausfordern. Mit einem sensationellen 10:5 Sieg bei 2 Remis stürzt Emanuel den für unbezwingbar gehaltenen Titanen für immer vom Thron.

 

Emanuel Lasker trug 27 Jahre den Titel des Weltmeisters, so lange wie kein anderer vor oder nach ihm. Laskers Credo war der Kampf. Sein Spiel wirkte kraftvoll, der Stil virtuos. Dem Gegner setzte er, psychologisch raffiniert, unangenehme Züge vor. Nicht selten wandelte er damit am Rande des Abgrundes, aber genau dort entfaltete er seine allergrößte Stärke.

 

Der amerikanische Großmeister und Psychoanalytiker Ruben Fine beschrieb Lasker so: „Das hervorstechendste Charakteristikum seiner Meisterschaft war das intuitive Verständnis für das menschliche Element. Er sah die Schachfiguren als Schauspieler an, die bestimmten Gesetzen unterworfen sind und von zwei Regisseuren bewegt werden. Für ihn war Schach ein dramatischer Konflikt, ein Ringen zwischen zwei menschlichen Wesen, die sich auf gewisse Regeln geeinigt hatten. Was wirklich zählte, war das fertige Endprodukt (Partie), an dessen Zustandekommen beide Gegner teilhatten. Das ist der Grund, warum Lasker niemals den Kopf verlor.“

 

Lasker setzte sich in der Öffentlichkeit sehr für die Verbreitung und Förderung des Schachspiels und für die Anerkennung des Schachspielers als Urheber künstlerischer Werke ein. Er betätigte sich als Verleger und Schachjournalist, war unermüdlich als Simultanspieler unterwegs und hielt Vorträge.

 

Zeitlebens suchte er außerhalb des Schachs Anerkennung. Lasker schrieb mathematische Abhandlungen, philosophische Schriften, Essays, sogar ein Drama und Bücher über Spiele. Er machte sich als Spieltheoretiker verdient.

 

Als kurz vor dem Ersten Weltkrieg in den Vereinigten Staaten von Amerika bei einer Umfrage nach den bekanntesten Deutschen gefragt wurde, belegte Lasker hinter Kaiser Wilhelm II. den zweiten Platz.

 

1932 verließ der deutsche Jude Lasker mit Frau sein Land, lebte von 1935 – 37 in Moskau und danach in den Vereinigten Staaten.

 

In seinem letzten Buch „The Community of the Future“(1940) entwickelt er Gedanken über die Zukunft der Menschheit. In der Beseitigung von Arbeitslosigkeit und in einer aufgeklärten Bildung der Massen sah Lasker die Hauptaufgaben zur Schaffung einer friedlichen Welt.

Emanuel Lasker starb am 11. Januar 1941 in New York.